Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
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Studiengang Master Mathematik ab WS 2009/10

Allgemeines zum Studiengang

Seit dem Wintersemester 2009/2010 bietet die Fakultät für Mathematik und Informatik den Masterstudiengang Mathematik an. Dieser konsekutive1), forschungsorientierte Studiengang soll tiefergehendes Fachwissen und wissenschaftliche Methoden der Mathematik vermitteln. Er führt nach einer Regelstudienzeit von 4 Semestern zum akademischen Grad Master of Science, kurz M. Sc.


Bewerbung und Zulassung

Die Zulassung zum Masterstudiengängen ist in einer Zulassungsordnung (PDF) festgelegt, wesentliche Voraussetzung ist dabei

„…ein mit überdurchschnittlichem Erfolg erworbener berufsqualifizierender Abschluss im Bachelor-Studiengang Mathematik oder in Studiengängen mit im Wesentlichen gleichem Inhalt an einer in- oder ausländischen Hochschule mit einer Regelstudienzeit von mindestens drei Studienjahren oder ein als gleichwertig anerkannter Abschluss“.
Laut Zulassungsordnung können bei der überdurchschnittlichen Bewertung insbesondere berücksichtigt werden
  • eine Hochschulabschlussnote von mindestens 2,7,
  • fachspezifische Einzelnoten, die über die Eignung für das angestrebte Studium Aufschluss geben können,
  • Nachweise über die fachliche Einstufung der_des Bewerber_in innerhalb der Hochschule bei der Abschlussprüfung (Ranking).
Auch wer keine der drei exemplarisch genannten Bedingungen für den überdurchschnittlichen Erfolg erfüllt, oder ein anderes Fach studiert hat, kann zum Studium zugelassen werden. Es erfolgt stets eine Einzelfallprüfung.

Für Studieninteressierte sind je nach Staatsangehörigkeit verschiedene Stellen zuständig:

  • Deutsche Studieninteressierte bewerben sich direkt beim Prüfungsamt der Fakultät für Mathematik und Informatik unter der Adresse:
    Prüfungsamt Master
    Fakultät für Mathematik und Informatik
    Im Neuenheimer Feld 205, Zi. 01.104
    69120 Heidelberg
    bachelor@math.uni-heidelberg.de
    Weitere Informationen zur Einschreibung finden sich auf den Seiten der Universitätsverwaltung. Der Bewerbungsschluss ist der 30. 9. (Wintersemester) bzw. 31. 3. (Sommersemester) eines jeden Jahres.
  • Internationale Studieninteressierte bewerben sich online bei der Universität. Bewerbungsschluss ist der 15. 6. (Wintersemester) bzw. 15. 11. (Sommersemester) eines jeden Jahres.
Beachten Sie bitte, dass Sie auch folgende Unterlagen zur Bewerbung benötigen (§3 Abs. 2 Zulassungsordnung):
  1. Zeugnis allgemeine Hochschulreife bzw. anderen Nachweis der Hochschulzugangsberechtigung
  2. Zeugnis über den Bachelor (oder vergleichbaren) Abschluss, es genügt auch auch ein Zeugnis über die ersten 5 Semester)
  3. Eine Erklärung darüber, dass die_der Bewerber_in den Prüfungsanspruch im Masterstudiengang Mathematik (oder einem Fach mit ähnlichen Inhalten) nicht verloren hat und sich nicht in einem Prüfungsverfahren in einem dieser Fächer befindet.
  4. Ein tabellarischer Lebenslauf.
  5. Nachweis über erbrachte Studien- und Prüfungsleistungen (z.B. Transcript of Records).

Nach Eingang der Bewerbung und Prüfung der Unterlagen durch die_den Fachkoordinator_in wird im Falle der Zulassung zum Masterstudium eine Zulassungsbescheinigung ausgestellt. An auswärtige Bewerber_innen wird diese Bescheinigung per Post versandt, für Bewerber_innen von der Universität Heidelberg liegt sie zur Abholung im Prüfungssekretariat bereit. Die Zulassungsbescheinigung ist bei der Immatrikulation in der Zentralen Universitätsverwaltung vorzulegen.


Aufbau des Studiums

Der verbindliche zeitliche und inhaltliche Ablauf des Studiums ist in der Prüfungs- und Studienordnung der Universität Heidelberg für den Masterstudiengang Mathematik (PDF) beschrieben. Der folgende Text ist lediglich eine Interpretation dieser Studienordnung.

Das Masterstudium ist aus Modulen aufgebaut. Ein Modul ist eine thematisch und zeitlich abgeschlossene Lehr- und Lerneinheit und besteht in der Regel2) aus einer Vorlesung, einem Seminar oder einem Praktikum, dauert gewöhnlich ein Semester und wird meistens mit einer benoteten Prüfung abgeschlossen. Für die erfolgreiche Absolvierung eines Moduls erhält man Leistungspunkte (Creditpoints, kurz CP). Die Anzahl der Leistungspunkte spiegelt dabei den Arbeitsaufwand für das Modul wider. Ein Leistungspunkt entspricht einem Arbeitsaufwand von 30 Stunden.

Um das Masterstudium abzuschließen, benötigt man 120 LP. Davon entfallen 66 LP auf das Fachstudium, 18 LP auf ein Anwendungsgebiet, 6 LP auf fachübergreifende Kompetenzen und 30 LP auf die Masterarbeit.

Fachstudium (66 LP)

Im Fachstudium müssen 6 Mathematikvorlesungen zu je 8 LP und 3 Seminare, eines davon das Masterseminar, zu je 6 LP absolviert werden. Die wählbaren Vorlesungen aus dem Wahlpflichtbereich Reine Mathematik sind im Modulhandbuch für den Masterstudiengang Mathematik mit dem Kürzel MG gekennzeichnet, die Vorlesungen aus dem Wahlpflichtbereich Angewandte Mathematik mit dem Kürzel MH. Von den im Wahlpflichtbereich Reine bzw. Angewandte Mathematik gewählten Modulen soll mindestens die Hälfte diesem Bereich im engeren Sinne angehören. Zur Verbreiterung der Grundlagenkenntnisse können bis zu zwei der Wahlpflichtmodule aus dem Angebot des Bachelorstudiengangs Mathematik gewählt werden, soweit diese nicht in die Bachelorprüfung eingegangen sind. Hierbei kann in den Wahlpflichtbereichen Reine und Angewandte Mathematik jeweils nur eine Bachelorvorlesung angerechnet werden. Von den Seminaren soll eines aus dem Bereich Reine Mathematik und eines aus dem Bereich Angewandte Mathematik gewählt werden. Das Masterseminar wird beim Betreuer der Masterarbeit abgeleistet.

Jahr Beschreibung der Module LP
1 WP Reine Mathematik (2 Vorlesungen) 16
1 WP Angewandte Mathematik (2 Vorlesungen) 16
1 2 Mathematikseminare 12
2 WP Vertiefungsgebiet (2 Vorlesungen) 16
2 Masterseminar 6
Die Module sind zeitlich vertauschbar, soweit es die Abfolge der Vorlesungen nicht stört.

Die Module des Vertiefungsgebietes werden in Absprache mit der_dem Betreuer_in der Masterarbeit festgelegt. Dafür muss dieses (PDF, 185kB) Formular von der_dem Betreuer_in unterschrieben und im Prüfungssekretariat abgegeben werden. Die Fakultät empfiehlt, dies möglichst frühzeitig zu tun. Die zwei Vorlesungen des Vertiefungsgebietes können (ganz oder teilweise) auch durch andere Module, etwa Seminare oder ein angeleitetes Literaturstudium, ersetzt werden, solange der Gesamtumfang des Gebietes weiterhin 16 LP beträgt.

Unter dem "Masterseminar" ist eine Verteidigung der Masterarbeit zu verstehen, und zwar in folgendem Sinne: die_der Studierende berichtet der_dem Betreuer_in der Arbeit zeitnah zur Abgabe der Arbeit über dieselbe in einem etwa einstündigen Vortrag mit anschließender Diskussion, unter Teilnahme der übrigen Bachelorstudent_innen der_des Betreuer_in.

Anwendungsgebiet (18 LP)

Als Anwendungsgebiet sind die Fächer Informatik, Physik, Astronomie, Biologie, Chemie, Wirtschaftswissenschaften oder Philosophie zugelassen. Auf Antrag kann auch ein anderes Fach als Anwendungsgebiet genehmigt werden. Insgesamt müssen 18 LP erbracht werden. Die dazu notwendigen Module sind in Anlage 4 der Prüfungsordnung (PDF) nachzulesen.

Fachübergreifende Kompetenzen (6 LP)

Als fachübergreifende Kompetenzen können abgerechnet werden:

LP
Mathematisches Kolloquium 2-6
Software-Praktikum 3-6
Industrie-Praktikum 3-6
Ferienkurse und Summer Schools 3-6
Auslandssemester 3-6
Tutortätigkeit 3-6
FÜK-Angebote der Universität 3-6
Die Notation a-b für die Leistungspunkte bedeutet dabei: die Maßnahme/Veranstaltung hat mindestens a LP, und in Summe dürfen für diese Art der Kompetenz höchstens b LP erbracht werden. Die Anzahl der Leistungspunkte für eine Veranstaltung wird in der Regel über die aufgewendeten Arbeitsstunden, die zu bescheinigen sind, berechnet (hierbei entspricht 1 Leistungspunkt wie üblich 30 Arbeitsstunden.)

Diese Leistungen werden nicht benotet.

Masterarbeit (30 LP)

Die Masterarbeit ist eine Prüfungsarbeit, die die wissenschaftliche Ausbildung abschließt. Sie soll zeigen, dass der Prüfling in der Lage ist, innerhalb einer vorgegebenen Frist ein Problem aus dem Gebiet der Mathematik selbstständig nach wissenschaftlichen Methoden zu bearbeiten. Bei der Anmeldung zur Masterarbeit ist nachzuweisen, dass die_der Studierende bereits 45 LP erbracht hat. Die Fakultät empfiehlt, sich unter Berücksichtigung von Einarbeitungszeit und anschließender Korrektur rechtzeitig um eine_n Betreuer_in und ein Thema zu kümmern.

Die Masterarbeit ist in 3 Exemplaren fristgemäß beim Prüfungssekretariat einzureichen. Bei der Abgabe hat der Prüfling schriftlich zu versichern, dass er die Arbeit selbst verfasst und keine anderen als die angegebenen Quellen und Hilfsmittel benutzt hat. Wird die Masterarbeit mit "nicht ausreichend" (5,0) bewertet, so kann sie mit einem neuen Thema wiederholt werden; eine Wiederholung mit dem bisherigen Thema ist ausgeschlossen.

Studienpläne

Kommen bald

Selbstverständlich decken die Beispiele nur einen Bruchteil aller Möglichkeiten ab. Ein Anspruch auf ein genau deckungsgleiches Studium besteht nicht.


Prüfungen und Noten

Die Prüfungen finden mündlich oder schriftlich studienbegleitend statt, das heißt direkt im Rahmen der jeweiligen Veranstaltung; das kann eine Klausur oder mündliche Prüfung nach einer Vorlesung sein, oder die Bewertung der Arbeit in einem Seminar usw.

Nicht bestandene Prüfungen können einmal wiederholt3) werden, und zwar zum nächstmöglichen Prüfungstermin.

  • Wird ein Modul aus dem Wahlpflichtbereich auch im zweiten Versuch nicht bestanden („endgültig nicht bestanden“), kann dieses durch ein anderes Modul aus dem Wahlpflichtbereich ersetzt werden.
  • Bei Modulen aus dem Anwendungsgebiet kann in einer Studienberatung ein Ersatzmodul bestimmt werden (oder ein Wechsel des Anwendungsgebiets).

Masterprüfung

Die Masterprüfung besteht aus

  • den studienbegleitenden Prüfungen aller Module aus dem Studium
  • der Masterarbeit

Zum Bestehen der Masterprüfung müssen alle Module und die Masterarbeit erfolgreich absolviert worden sein. Die Note ergibt sich als ein mit den jeweiligen Leistungspunkten gewichtetes Mittel aller beteiligten Noten.

Die Gesamtnote lautet bei einem Durchschnitt von ≤ 1,5 sehr gut
bei einem Durchschnitt von > 1,5 und ≤ 2,5 gut
bei einem Durchschnitt von > 2,5 und ≤ 3,5 befriedigend
bei einem Durchschnitt von > 3,5 und ≤ 4,0 ausreichend

1) konsekutiv
Hier: auf dem Bachelorstudiengang Mathematik aufbauend. Vgl. auch die Erklärung zu den Abschlüssen Bachelor und Master.
2) Modul
Es sind auch Module denkbar, die aus mehreren Veranstaltungen bestehen. Die Prüfung kann dann eine für das gesamte Modul sein, oder es gibt auch Teilprüfungen für die einzelnen Veranstaltungen.
3) Wiederholung einer Prüfung
Wiederholen einer Prüfung im Sinne der Studienordnung heißt strenggenommen, dass die gesamte Veranstaltung in einem späteren Semester wiederholt wird (konkret also z. B. Vorlesung, Übung und Klausur). Der Fakultätsrat hat jedoch folgende Kulanzregelung beschlossen: „Studierende, deren Prüfungsleistung in einer der Vorlesungen aus dem Pflichtmodulbereich nicht bestanden ist oder als nicht bestanden gilt, haben das Recht, zur Modulprüfung dieser Vorlesung zum nächsten Prüfungstermin anzutreten, ohne vorher notwendigerweise am Übungsbetrieb teilzunehmen.“ Die Fakultät empfiehlt allerdings, auch im Wiederholungsfall am Übungsbetrieb teilzunehmen, damit eine optimale Klausurvorbereitung gewährleistet ist. Davon unabhängig besteht bei vielen Veranstaltungen die Möglichkeit, die Prüfung (z. B. Klausur) zu einem Nachholtermin erneut zu absolvieren, wenn beim ersten Termin noch nicht bestanden wurde; erst wenn auch hierbei nicht bestanden wird, muss die Prüfung zum nächstmöglichen Semester (inklusive der entsprechenden Veranstaltung) wiederholt werden.

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Letzte Änderung: 03.03.2016 - 11:02:24
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