Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
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Studiengang Bachelor Mathematik ab WS 2015/2016

Allgemeines zum Studiengang

Seit dem Wintersemester 2008/2009 bietet die Fakultät für Mathematik und Informatik den Studiengang Bachelor Mathematik an, seit dem Wintersemester 2015/16 ist dieser auch als 50%-Fach im Rahmen eines polyvalenten Bachelorstudiums belegbar. Der Studienbeginn ist jeweils nur zum Wintersemester möglich.

Ziel des Studienganges ist eine breite mathematische Grundausbildung. Nach einer Regelstudienzeit1) von 6 Semestern führt der Bachelorstudiengang Mathematik zum ersten berufsqualifizierenden Abschluss. Im Falle des Bachelor 100% ist dies der Bachelor of Science (B.Sc.), im Falle des Bachelor 50% in Abhängigkeit von der Wahl des zweiten Faches der Bachelor of Arts (B.A.) oder ebenfalls der Bachelor of Science. Ein erfolgreich absolviertes Studium Bachelor 100% qualifiziert zu den weiterführenden Masterstudiengängen Mathematik und Scientific Computing, ein erfolgreich absolviertes Studium Bachelor 50% über die so genannte Lehramtsoption zum weiterführenden Master of Education.

Der Bachelorstudiengang Mathematik ist nicht zulassungsbeschränkt, alle Einzelheiten der Einschreibung und Formulare finden Sie auf den Universitätsseiten unter Interesse am Studium.

Der verbindliche zeitliche und inhaltliche Ablauf des Studiums ist in der Prüfungsordnung der Universität Heidelberg für den Bachelor-Studiengang Mathematik (PDF, 186kB) beschrieben. Der folgende Text ist lediglich eine Interpretation dieser Studienordnung.


Aufbau des Bachelor 100%

Das Bachelor-Studium ist aus Modulen aufgebaut. Ein Modul ist eine thematisch und zeitlich abgeschlossene Lehr- und Lerneinheit, und besteht in der Regel2) aus einer Vorlesung, einem Seminar oder einem Praktikum, dauert gewöhnlich ein Semester und wird meistens mit einer benoteten Prüfung abgeschlossen. Für die erfolgreiche Absolvierung eines Moduls erhält man Leistungspunkte (LP). Die Anzahl der Leistungspunkte spiegelt dabei den Arbeitsaufwand für das Modul wider. Ein Leistungspunkt entspricht einem Arbeitsaufwand von 30 Stunden.

Um das Bachelorstudium abzuschließen, benötigt man 180 LP. Davon entfallen 127 LP auf das Fachstudium, 21 LP auf ein Anwendungsgebiet, 20 LP auf fachübergreifende Kompetenzen und 12 LP auf die Bachelorarbeit. Hierbei werden 5 LP der fachübergreifenden Kompetenzen im Fachstudium abgeleistet und weitere 3 LP im Anwendungsgebiet.

Fachstudium (127 LP (+ 5 LP FÜK))

Das Fachstudium gliedert sich in einen Pflicht-, einen Wahlpflicht- und einen Wahlbereich. Die genauen Inhalte der unten genannten Module des Fachstudiums finden sich im Modulhandbuch.

Pflichtmodule (79 LP (+ 5 LP FÜK))

Die Module aus dem Pflichtbereich müssen auf jeden Fall absolviert werden. Hierbei werden 3 LP für den Programmieranteil der Einführung in die Praktische Informatik und 2 LP für die Fachdidaktik in Proseminar und Seminar in die Fachübergreifenden Leistungen angerechnet.

Semester Modul LP
1 Analysis 1 8
2 Analysis 2 8
3 Höhere Analysis 8
1 Lineare Algebra 1 8
2 Lineare Algebra 2 8
1 Einführung in die praktische Informatik 8
2 oder 3 Einführung in die Numerik 8
3 oder 2 Einführung in die Wahrscheinlichkeitstheorie und Statistik 8
2, 3 oder 4 Proseminar 6
5 oder 6 Seminar 6
6 Bachelor-Seminar 8

Das angegebene Semester ist eine Empfehlung. Die beiden Module Analysis 1 und Lineare Algebra 1 stellen hiervon eine Ausnahme dar, da diese im Rahmen der Orientierungsprüfung bereits im ersten Semester geprüft werden.

Unter dem Bachelor-Seminar ist eine Verteidigung der Bachelorarbeit zu verstehen, und zwar in folgendem Sinne: die_der Studierende berichtet der_dem Betreuer_in der Arbeit zeitnah zur Abgabe der Arbeit über dieselbe in einem etwa einstündigen Vortrag mit anschließender Diskussion, unter Teilnahme der übrigen Bachelorstudent_innen der_des Betreuer_in.

Wahlpflicht- und Wahlmodule (48 LP)

Im Wahlpflichtbereich müssen 4 Module zu je 8 LP aus einer durch die Prüfungsordnung gegebenen Menge gewählt werden. Der Studienplan sieht vor, im 3. und 4. Semester je eine und im 5. und 6. Semester je zwei Veranstaltungen zu belegen. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass nicht alle Module des Wahlpflichtbereichs in jedem Jahr angeboten werden. Damit eine breite Grundausbildung gewährt bleibt, muss in jedem der folgenden drei Wahlbereiche eine Mindestanzahl von Modulen absolviert werden.

WP-Bereich 1
(mind. 1 Modul)
WP-Bereich 2
(mind. 1 Modul)
WP-Bereich 3
(mind. 1 Modul)
  • Algebra 1
  • Algebra 2
  • Funktionentheorie 1
  • Funktionentheorie 2
  • Algebraische Topologie 1
  • Algebraische Topologie 2
  • Differentialgeometrie 1
  • Differentialgeometrie 2
  • Gewöhnliche Differentialgleichungen
  • Partielle Differentialgleichungen
  • Funktionalanalysis
  • Wahrscheinlichkeitstheorie
  • Numerik
  • Statistik
  • Lineare Optimierung
  • Nichtlineare Optimierung
  • Computational Statistics

In mindestens einem Wahlpflichtbereich muss eine vertiefende Vorlesung gewählt werden; das sind Vorlesungen deren Titel eine „2“ enthält, oder solche aus dem Masterstudium.

Zusätzlich sind weitere 16 LP in Modulen nach freier Wahl aus dem Angebot der Mathematik, Bachelor oder Master, erfolgreich zu absolvieren. In diesem Wahlbereich kann auch die Einführung in die Theoretische Informatik anerkannt werden, wenn das Anwendungsfach nicht Informatik ist.

Anwendungsgebiet (21 LP (+ 3 LP FÜK))

Als Anwendungsgebiet sind die Fächer Informatik, Physik, Astronomie, Biologie, Chemie, Wirtschaftswissenschaften oder Philosophie zugelassen. Auf Antrag kann auch ein anderes Fach als Anwendungsgebiet genehmigt werden. Insgesamt müssen 24 LP erbracht werden, wobei 3 LP für interdisziplinäres Arbeiten in die Fachübergreifenden Kompetenzen gerechnet werden. Die dazu notwendigen Module sind im Modulhandbuch nachzulesen.

Fachübergreifende Kompetenzen (12 LP)

Neben den hier aufgeführten, extra zu erbringenden 12 LP sind bereits 8 LP für die Fachübergreifenden Kompetenzen Programmieren, Interdisziplinäres Arbeiten und Präsentation durch das Absolvieren der Module des Fachstudiums und des Anwendungsgebietes abgedeckt. Insgesamt werden so die in der Prüfungsordnung erwähnten 20 LP für fachübergreifende Kompetenzen erreicht.

LP
Software-Praktikum 3-10
Industrie-Praktikum 3-6
Ferienkurs, Summer Schools 3-6
Auslandssemester 3-6
Fachübergreifende Kompetenzen aus den Angebot der Universität 2-10
Fachdidaktische und bildungswissenschaftliche Veranstaltungen aus den Angebot der Universität oder der Pädagogischen Hochschule 2-10

Die Notation a-b für die Leistungspunkte bedeutet dabei: die Maßnahme/Veranstaltung hat mindestens a LP, und in Summe dürfen für diese Art der Kompetenz höchstens b LP erbracht werden. Die Anzahl der Leistungspunkte für eine Veranstaltung wird in der Regel über die aufgewendeten Arbeitsstunden, die zu bescheinigen sind, berechnet (hierbei entspricht 1 Leistungspunkt wie üblich 30 Arbeitsstunden.)

Diese Leistungen werden nicht benotet.

Bachelorarbeit (12 LP)

Mit der Bachelor-Arbeit soll die_der Studierende zeigen, dass er_sie in der Lage ist, innerhalb einer vorgegebenen Frist von drei Monaten ein Problem der Mathematik oder eines Anwendungsgebietes selbständig mit mathematischen Methoden zu bearbeiten. Bei der Anmeldung zur Bachelorarbeit ist nachzuweisen, dass die_der Studierende bereits 120 LP erbracht hat. Spätestens eine Woche nach dem erfolgreichen Ablegen der letzten studienbegleitenden Prüfung muss die Bachelorarbeit beginnen. Die Fakultät empfiehlt, sich unter Berücksichtigung von Einarbeitungszeit und anschließender Korrektur rechtzeitig um eine_n Betreuer_in und ein Thema zu kümmern, wenn abzusehen ist, dass das Absolvieren der letzten studienbegleitenden Prüfungen bevorsteht.

Studienpläne

Hier einige Studienpläne für den Bachelorstudiengang Mathematik 100%:

Selbstverständlich decken die Beispiele nur einen Bruchteil aller Möglichkeiten ab. Ein Anspruch auf ein genau deckungsgleiches Studium besteht nicht.


Aufbau des Bachelor 50%

Das Bachelor-Studium ist aus Modulen aufgebaut. Ein Modul ist eine thematisch und zeitlich abgeschlossene Lehr- und Lerneinheit, und besteht in der Regel2) aus einer Vorlesung, einem Seminar oder einem Praktikum, dauert gewöhnlich ein Semester und wird meistens mit einer benoteten Prüfung abgeschlossen. Für die erfolgreiche Absolvierung eines Moduls erhält man Leistungspunkte (LP). Die Anzahl der Leistungspunkte spiegelt dabei den Arbeitsaufwand für das Modul wider. Ein Leistungspunkt entspricht einem Arbeitsaufwand von 30 Stunden.

Um das Bachelorstudium abzuschließen, benötigt man 180 LP. Davon entfallen auf jedes Fach 84 LP und 12 LP auf die Bachelorarbeit. Im Fach Mathematik gliedern sich die 84 LP in 74 LP für das Fachstudium und 10 LP auf fachübergreifende Kompetenzen. Hierbei werden 2 LP der fachübergreifenden Kompetenzen bereits im Fachstudium abgeleistet.

Fachstudium Mathematik (74 LP (+ 2 LP FÜK))

Das Fachstudium gliedert sich in einen Pflicht-, einen Wahlpflicht- und einen Wahlbereich. Die genauen Inhalte der unten genannten Module des Fachstudiums finden sich im Modulhandbuch.

Pflichtmodule (44 LP (+ 2 LP FÜK))

Die Module aus dem Pflichtbereich müssen auf jeden Fall absolviert werden. Hierbei werden 2 LP für die Fachdidaktik in Proseminar und Seminar in die Fachübergreifenden Leistungen angerechnet.

Semester Modul LP
1 Analysis 1 8
2 Analysis 2 8
1 Lineare Algebra 1 8
2 Lineare Algebra 2 8
2, 3 oder 4 Proseminar 6
5 oder 6 Seminar 6

Das angegebene Semester ist eine Empfehlung. Das Modul Lineare Algebra 1 stellt hiervon eine Ausnahme dar, da dieses im Rahmen der Orientierungsprüfung bereits im ersten Semester geprüft wird.

Wahlpflichtmodule (24 LP)

Aus dem Wahlpflichtbereich Mathematik müssen mindestens drei der vier Module

  • Algebra 1
  • Funktionentheorie 1
  • Einführung in die Numerik
  • Einführung in die Wahrscheinlichkeitsrechnung und Statistik

erfolgreich absolviert werden.

Fachübergreifende Kompetenzen (8 LP)

Neben den hier aufgeführten, extra zu erbringenden 8 LP sind bereits 2 LP durch den Fachdidaktikanteil des Proseminars abgedeckt. Insgesamt werden so die in der Prüfungsordnung erwähnten 10 LP für fachübergreifende Kompetenzen erreicht.

LP
Software-Praktikum 3-10
Industrie-Praktikum 3-6
Ferienkurs, Summer Schools 3-6
Auslandssemester 3-6
Fachübergreifende Kompetenzen aus den Angebot der Universität 2-10
Fachdidaktische und bildungswissenschaftliche Veranstaltungen aus den Angebot der Universität oder der Pädagogischen Hochschule 2-10

Die Notation a-b für die Leistungspunkte bedeutet dabei: die Maßnahme/Veranstaltung hat mindestens a LP, und in Summe dürfen für diese Art der Kompetenz höchstens b LP erbracht werden. Die Anzahl der Leistungspunkte für eine Veranstaltung wird in der Regel über die aufgewendeten Arbeitsstunden, die zu bescheinigen sind, berechnet (hierbei entspricht 1 Leistungspunkt wie üblich 30 Arbeitsstunden.)

Diese Leistungen werden nicht benotet.

Bachelorarbeit (12 LP)

Mit der Bachelor-Arbeit soll die_der Studierende zeigen, dass er_sie in der Lage ist, innerhalb einer vorgegebenen Frist von drei Monaten ein Problem der Mathematik oder eines Anwendungsgebietes selbständig mit mathematischen Methoden zu bearbeiten. Bei der Anmeldung zur Bachelorarbeit ist nachzuweisen, dass die_der Studierende bereits 58 LP im Fach Mathematik und 30 LP im zweiten Hauptfach erbracht hat. Spätestens eine Woche nach dem erfolgreichen Ablegen der letzten studienbegleitenden Prüfung muss die Bachelorarbeit beginnen. Die Fakultät empfiehlt, sich unter Berücksichtigung von Einarbeitungszeit und anschließender Korrektur rechtzeitig um eine_n Betreuer_in und ein Thema zu kümmern, wenn abzusehen ist, dass das Absolvieren der letzten studienbegleitenden Prüfungen bevorsteht.

Achtung! Anspruch auf eine Bachelorarbeit in Mathematik besteht nur, wenn als zweites Fach eines der folgenden Fächer gewählt wurde.

  • Informatik
  • Physik
  • Chemie
  • Biologie
  • Wirtschaftswissenschaften

Andere Fächer können im Einzelfall auf Antrag zugelassen werden.

Studienpläne

Hier einige Studienpläne für den Bachelorstudiengang Mathematik 50%:

Selbstverständlich decken die Beispiele nur einen Bruchteil aller Möglichkeiten ab. Ein Anspruch auf ein genau deckungsgleiches Studium besteht nicht.


Lehramtsoption des Bachelor 50%

Der Bachelor 50% wird auch mit einer Lehramtsoption angeboten, die Voraussetzungen für die Aufnahme in den zukünftigen Master of Education schafft. Diese Option besteht darin, dass neben den Fachanteilen des Bachelor 50% die fachübergreifenden Kompetenzen nach der Rahmenregelung zur Lehramtsoption der Universität Heidelberg gewählt werden. Dort sind Pflicht- und Wahlpflichtmodule zusammengestellt, nach deren erfolgreichen Abschluss auf dem Zeugnis der Lehramtsbezug des Studiums ausgewiesen wird.

Bitte beachten Sie: die Umstellung der Lehramtsstudiengänge ist holterdiepolter von jetzt auf gleich passiert. So wurde zum Beispiel auch die rechtsgültige Fassung der Rahmen-VO des Kultusministeriums zu diesem Studiengang erst nach Beschluss der Prüfungsordnung veröffentlicht. Hätten wir auf die Rahmen-VO gewartet, gäbe es kein Lehramtsstudium im Wintersemester 2015. Daher kommt es auch, dass wesentliche Strukturen und Informationen noch immer fehlen. Die Universität als ganzes arbeitet hart daran, die Lücken zu schließen, doch braucht das Zeit. Mit Mathematik als Hauptfach sind Sie während des ersten Studienjahres wahrscheinlich mit Fachveranstaltungen gut ausgelastet. Gehen Sie davon aus, dass die Details der Lehramtsoption bis zum Beginn des zweiten Studienjahres, wenn sie für Sie relevant werden, auf Webseiten zu finden sind.


Prüfungen und Noten

Achtung! Die folgenden Kommentare sind Hinweise ohne Rechtsverbindlichkeit. Bei Widersprüchen haben die Regelungen der Prüfungsordnungen und der Modulbeschreibungen Vorrang.

Die Prüfungen finden mündlich oder schriftlich studienbegleitend statt, das heißt, die Prüfungen finden direkt im Rahmen der jeweiligen Veranstaltung statt; das kann eine Klausur oder mündliche Prüfung nach einer Vorlesung sein, oder die Bewertung der Arbeit in einem Seminar usw.

In Ausnahmefällen ist es möglich, nach vorheriger Genehmigung Modulprüfungen an der Universität Mannheim unter Ausnutzung der Kooperationsvereinbarung Heidelberg-Mannheim abzulegen. Dazu muss vorher eine Anmeldung im Prüfungssekretariat erfolgen. Beachten Sie, dass Fehlversuche aus diesen Modulprüfungen selbstverständlich im hiesigen Prüfungsverfahren mitgezählt werden.

Nicht bestandene Prüfungen können einmal wiederholt3) werden, und zwar zum nächstmöglichen Prüfungstermin.

  • Wird ein Modul aus dem Pflichtbereich auch im zweiten Versuch nicht bestanden („endgültig nicht bestanden“), führt dies zum Ausschluss aus dem Studium4).
  • Bei Modulen aus dem Anwendungsgebiet kann in einer Studienberatung ein Ersatzmodul bestimmt werden (oder ein Wechsel des Anwendungsgebiets).
  • Im Wahlpflichtbereich kann ein nicht bestandenes Modul durch ein anderes Modul aus dem Wahlpflichtbereich ersetzt werden.

Orientierungsprüfung

Generell gibt es keine Fristen, innerhalb derer ein bestimmtes Modul absolviert werden muss. Eine Ausnahme stellen die Module der Orientierungsprüfung dar, die spätestens bis zum Ende des zweiten Semesters erfolgreich absolviert werden müssen. Im Bachelor 100% besteht die Orientierungsprüfung dabei aus den Modulen Analysis 1 und Lineare Algebra 1, im Bachelor 50% nur aus dem Modul Lineare Algebra 1. Da die beiden Veranstaltungen jeweils nur in Wintersemestern angeboten werden, bedeutet dies in der Praxis, dass ein Bestehen bereits nach dem ersten Semester erforderlich ist.

Wird die Orientierungsprüfung nicht im ersten Semester erfolgreich abgeschlossen, so besteht die Möglichkeit, dies im dritten Semester nachzuholen. Wird die Orientierungsprüfung nicht spätestens bis zum Ende des dritten Semesters erbracht, so führt dies zum Verlust des Prüfungsanspruches, was die Exmatrikulation zur Folge hat4).

Bachelorprüfung

Die Bachelorprüfung besteht aus

  • den studienbegleitenden Prüfungen aller Module aus dem Studium
  • der Bachelorarbeit

Zum Bestehen der Bachelorprüfung müssen alle Module und die Bachelorarbeit erfolgreich absolviert worden sein. Die Note ergibt sich als ein gewichtetes Mittel wie folgt. Zuerst werden Zwischennoten für die folgenden Blöcke von Modulen ermittelt.

(1) Analysis: die bessere der Noten aus Analysis 1 und 2,
(2) Lineare Algebra: die bessere der Noten aus Lineare Algebra 1 und 2.

Dann werden diese Zwischennoten sowie die Noten der restlichen, einzeln benoteten Module im Fach Mathematik aus Pflichtbereich, Wahlpflichtbereich, Wahlbereich und bei einem Fachanteil von 100% im Anwendungsfach entsprechend ihren Leistungspunkten gewichtet; hierbei entsprechen den Blöcken (1) und (2) jeweils 16 LP, die Bachelor-Arbeit geht mit dem 1,5-fachen Gewicht in die Gesamtnote ein. Ferner können die Noten von bis zu zwei Modulen (Bachelor 100%) bzw. von einem Modul (Bachelor 50%) von der Mittelwertbildung ausgeschlossen werden. Diese Module können von den Studierenden frei gewählt werden, wobei die Bachelor-Arbeit ausgenommen ist. Im Bachelor 100% gilt zusätzlich die Einschränkung, dass aus den drei Gruppen Pflichtmodule, Wahlpflicht- und Wahlmodule und Anwendungsgebiet maximal je ein Modul gewählt werden kann.

Bei einem Fachanteil von 50% und Mathematik als erstem Hauptfach berechnet sich die Gesamtnote als Summe aus einer Note für das Fach Mathematik (berechnet wie im obigen Absatz aber ohne Heranziehung der Bachelorarbeit) und der Note für das zweite Fach nach dortiger Prüfungsordnung, jeweils vor einer Rundung und multipliziert mit dem Faktor 74/166, sowie der Note für die Bachelorarbeit mit dem Faktor 18/166.

Die Gesamtnote lautet bei einem Durchschnitt von ≤ 1,5 sehr gut
bei einem Durchschnitt von > 1,5 und ≤ 2,5 gut
bei einem Durchschnitt von > 2,5 und ≤ 3,5 befriedigend
bei einem Durchschnitt von > 3,5 und ≤ 4,0 ausreichend

1) Regelstudienzeit
Bezeichnet den Zeitraum, innerhalb dessen das Studium gemäß der Studienordnung der Fakultät bis zum Abschluss durchgeführt werden kann (ein diszipliniertes Arbeiten vorausgesetzt).
2) Modul
Es sind auch Module denkbar, die aus mehreren Veranstaltungen bestehen. Die Prüfung kann dann eine für das gesamte Modul sein, oder es gibt auch Teilprüfungen für die einzelnen Veranstaltungen.
3) Wiederholung einer Prüfung
Wiederholen einer Prüfung im Sinne der Studienordnung heißt strenggenommen, dass die gesamte Veranstaltung in einem späteren Semester wiederholt wird (konkret also z. B. Vorlesung, Übung und Klausur). Der Fakultätsrat hat jedoch folgende Kulanzregelung beschlossen: „Studierende, deren Prüfungsleistung in einer der Vorlesungen aus dem Pflichtmodulbereich nicht bestanden ist oder als nicht bestanden gilt, haben das Recht, zur Modulprüfung dieser Vorlesung zum nächsten Prüfungstermin anzutreten, ohne vorher notwendigerweise am Übungsbetrieb teilzunehmen.“ Die Fakultät empfiehlt allerdings, auch im Wiederholungsfall am Übungsbetrieb teilzunehmen, damit eine optimale Klausurvorbereitung gewährleistet ist. Davon unabhängig besteht bei vielen Veranstaltungen die Möglichkeit, die Prüfung (z. B. Klausur) zu einem Nachholtermin erneut zu absolvieren, wenn beim ersten Termin noch nicht bestanden wurde; erst wenn auch hierbei nicht bestanden wird, muss die Prüfung zum nächstmöglichen Semester (inklusive der entsprechenden Veranstaltung) wiederholt werden.
4) Ausschluss aus dem Studium
So die Formulierung in der aktuellen Prüfungs- und Studienordnung. Genau genommen führt das endgültige Nichtbestehen eines Pflichtmoduls ebenso wie der Verlust des Prüfungsanspruches zum Verlust der Studienzulassung (vgl. §32 Abs. 1 des Landeshochschulgesetzes), was dann eine Exmatrikulation (also Ausschluss aus dem Studium) nach sich zieht (vgl. §62 Abs. 2 Satz 2 des Landeshochschulgesetzes).

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Letzte Änderung: 24.11.2016 - 11:01:06
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